Trauung

Gott ist die Liebe. Wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.

Zwei Menschen trauen sich. Sie trauen einander etwas zu. Sie trauen auf Gott.

Ein Brautpaar, das evangelisch heiratet, kommt bereits verheiratet in die Kirche. Der Gang zum Standesamt ist die Voraussetzung für die kirchliche Trauung. Ein bereits bestehender Bund wird gesegnet.

Das ist ein Aspekt einer evangelischen Trauung. Zwei weitere kommen dazu: Die kirchliche Trauung ist ein Dankgottesdienst für das Geschenk der Liebe, das diesebeiden Menschen verbindet. Und sie ist ein Bittgottesdienst, der um Gottes Beistand für diese Ehe betet.

Eine kirchliche Hochzeit wird umso lebendiger, je mehr Menschen sich daran beteiligen: Eltern, Geschwister, Freunde und Trauzeugen können einzelne Aufgaben übernehmen und zum Beispiel Texte lesen oder Gebete sprechen. Wer kann, darf auch gerne musikalische Beiträge liefern.

Bei einer kirchlichen Trauung kommt es weniger darauf an, bestehende Klischees aus Film und Fernsehen zu bedienen, sondern ein Fest zu feiern, das den Brautleuten entspricht und Gott die Ehre gibt. Setzen Sie sich wegen der Terminplanung frühzeitig mit Ihrer Pfarrerin in Verbindung. Sie wird Ihnen auch alle weiteren Fragen beantworten und Ihre Wünsche und Vorstellungen mit Ihnen diskutieren.

Übrigens: Kirchliche Segenshandlungen anlässlich einer Eheschließung sind nicht auf die klassische Mann-Frau-Kombination beschränkt. Auch gleichgeschlechtlichen Paaren, die sich auf dem Standesamt das Ja-Wort gegebenhaben, sprechen wir Gottes Segen zu. Denn nur die Liebe zählt: Die Liebe zwischen zwei Menschen und die Liebe Gottes.

LEITFADEN „Trauung“ – Was ist zu tun?

  1. Wo kann ich eine Trauung durchführen:Wenn über die Familie oder die jetzige bzw. zukünftige Wohnung eine Beziehung zur Gemeinde beseht und mindestens ein Ehepartner konfirmiertes Mitglied der evangelischen Kirche ist.
  2. Mail an die Pfarrerin zur Absprache des Ortes und des Termins.
  3. Erste telefonische Auskunft über alle Fragen, die Sie im Vorfeld haben. Auch ein erstes persönliches Treffen kann hier schon sinnvoll sein.
  4. Anmeldung ausfüllen und an die Pfarrerin schicken. (s. Material zum Download)
  5. Trauspruch aussuchen sowie Lieder und Gebete schreiben (lassen).
  6. Blumenschmuck für die Kirche mit der Küsterin absprechen.
  7. Traugespräch: Ca 1-3 Wochen vor der Trauung besucht Sie die Pfarrerin und bespricht mit Ihnen ausführlich, wie der Gottesdienst abläuft und was die Segnung für Sie persönlich bedeuten kann.
  8. Beim Gottesdienst werden vor dem Auszug ganz am Ende alle Foto-Szenen, die Sie gerne festhalten möchten, nachgestellt. Während des Gottesdienstes würde das Fotografieren der Andacht und damit dem Wesentlichen der Segenshandlung sehr schaden.

HINWEIS: Wer traut?Ansprechpartnerin ist zunächst die Pfarrerin der Gemeinde, Pastorin Langer. Bei persönlichen Beziehungen ist auch unser Diakon, Herr Witte, bereit, Menschen auf dem Weg der Ehe zu trauen. Sprechen Sie ihn dann direkt an.